Grizu ist im Regenbogenland

Piwi und Grizu sind schon seit langem ein Paar. Wir kennen sie gar nicht anders. Grizu ist unsere "Vorzeige-Fußgängerin". Ja, sie kann nicht fliegen. Des Öfteren stürzt sie ab - aus diesem Grunde haben wir den Raum zur Hälfte mit Teppich ausgelegt - . Sofort fängt Piwi das Rufen nach ihr an. Meist sitzt er dann oben auf der Voliere und wartet, bis sie wieder zu ihm hochgeklettert ist. Dann wird erst mal wieder heiß Geschnäbelt. Piwi schaut dann nach ob an Grizu noch alles dran ist.

Seit Grizu nun gestern (31.05.2006) ins Regenbogenland übergegangen ist, ist Piwi als ihr langjähriger Lebenspartner traurig und etwas irritiert. Der Tierarzt vermutet Grizu ist an Altersschwäche gestorben.

  Kiki... seit 11 April 2005  Kiki bei uns

Noch zu den Zeiten als Hansi da war:

Blinder Welli

Nachdem uns schon seit einiger Zeit aufgefallen war, das mit Kiki etwas nicht stimmt, haben wir jetzt Gewissheit. Sie ist nahezu blind. Erstmal zum Anfang. Wir haben Kiki am 11.04.05 aus mehrjähriger Kücheneinzelhaltung aufgenommen. Unser Hansi, der seit seinem Einzug am 11.01.04 nichts von andern Wellis wissen wollte, war sofort dran Seitdem sind die Beiden unzertrennlich.  Dann fiel uns auf, dass Kiki öfter ziemlich schrille, hohe Töne ausstieß und sowie Hansi Antwort gab (was eigentlich immer umgehend erfolgte) flog sie zu ihm hin.

Abends fiel dann auf, dass Kiki, wenn Hansi mal schon drin war, Probleme hatte den Eingang zu finden und erst nach ein paar deutlichen Rufen von Hansi hat Kiki es geschafft. Als ich mir die Augen angeseh'n habe, habe ich erkannt, dass die Augen nicht so glänzen wie bei den andern Wellis und in der Mitte so einen kleinen gräulichen Punkt haben. Wir waren nun bei 2 verschiedenen vogelkundigen Tierärzten und sie haben es leider beide bestätigt, dass Kiki blind ist. Obwohl zumindest der eine TA große Zweifel hat, dass sie nicht doch noch ein ganz winziges bisschen sieht.

Kiki muss auf jeden Fall sehend gewesen sein, als sie bei uns einzog, sonst würde sie sich nicht so gut im Vogelzimmer zurecht finden. Allerdings trägt Hansi da wirklich sehr viel zu Kikis Sicherheit bei. Er leitet sie quasi durch seine Rufe, die auch immer variieren, jeden Tag sicher durchs Zimmer. Sie geh'n zusammen futtern und er füttert Kiki noch zusätzlich zwischendurch. Wusste gar nicht, daß es Blindenwellis gibt. Ich hoffe, dass Hansi, der ja schon ein paar Jahre älter ist, uns noch lange erhalten bleibt. Ohne ihn wäre Kiki verloren.

Achja, warum ich jetzt den ganzen Roman geschrieben habe, es ist möglich, das ein Vogel, der jahrelang in einer Küche gestanden hat, wo auch noch geraucht wurde, durch die Dämpfe bzw. den Qualm erblinden kann! Unser Tierarzt hält es für möglich, obwohl man sicher keine Gewissheit bekommen kann. Aber wie Kikis Beispiel zeigt, kann auch ein blinder Wellensittich noch ein schönes erfülltes Leben haben.

 

 Noch immer schmusen die beiden, kraulen und füttern sich gegenseitig.

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Nachdem Hansi plötzlich über die Regenbogenbrücke gegangen war, war Kiki sehr irritiert. Man hörte kein schrilles Piepsen mehr - so wie wir es von Kiki gewohnt waren, wenn sie nach Hansi rief. Statt dessen hat Kiki nun einen neuen Freund gefunden, nämlich Piwi. Und was uns wiederum verwundert, Kiki hat nie so "erzählt" wie es alle Wellensittiche es tun , und nun zwitschert Kiki dem Piwi die Ohren voll, halt wie ein normaler Welli.

 

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